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| Interview mit Patrick Stewart |
Patrick Stewart: Ja. Ich mag die Verantwortung. Ich stehe gerne im Mittelpunkt. Auch im Theater. Da bin ich am liebsten von Anfang bis Ende auf der Bühne. Nichts ist langweiliger, als untätig in der Garderobe zu sitzen, das hasse ich. Ich liebe Stücke, bei denen ich mit der ersten Szene die Bühne betrete und sie erst nach dem Schlussvorhang verlasse.
Frage: Wie finden Sie als langjähriger Shakespeare-Darsteller die Neuverfilmungen seiner Werke?
Patrick Stewart: In den Theatern war Shakespeare nie wirklich außer Mode. Nur in Hollywood hat man erst jetzt entdeckt, dass sich damit tatsächlich Geld verdienen lässt. Ich bin total begeistert von all diesen Filmen, auch von Shakespeare in love. Den fand ich sehr unterhaltsam und intelligent. Wenn es ein paar Filme pro Jahr gäbe, die auch nur halb so gut sind wie "Shakespeare in love", wäre das ein Segen.
Frage: Sie spielen in X-Men wahrscheinlich den ersten Superhelden der Kinogeschichte, der im Rollstuhl sitzt. Waren Sie sich dessen bewusst?
Patrick Stewart: Ja. Behinderten-Organisationen haben mir gesagt, wieviel es ihnen bedeutet, dass die treibende Kraft im Film einer von ihnen ist. Für mich persönlich war das eine große Herausforderung. Der Rollstuhl wog 300 Kilo, ein Riesenkasten, der nur schwer zu steuern war. Ich bin fast stolz darauf, dass ich nur einmal jemanden angefahren und auch nur ein einziges Mal einen kleinen Teil der Ausrüstung beschädigt habe.
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