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BiographieNick Nolte wurde Nebraska geboren und heizte mit Football-Stipendien in nur vier Jahren durch fünf Colleges. Während er 1960 am Phoenix City College war, entdeckte er seine Liebe zum Theater und hing den Sport kurzerhand an den Nagel, um sich statt dessen dem Bühnenensemble Actor's Inner Circle of Phoenix anzuschließen, mit dem er in den nächsten acht Jahren in rund 160 Stücken auftrat.
Bald jedoch konzentrierte sich Nolte auf Film- oder TV-Jobs und landete in der Saison 1976/1977 seinen internationalen Durchbruch, als er eine Hauptrolle in der legendären Serie Rich Man, Poor Man spielte. Direkt im Anschluss agierte er neben Jacqueline Bisset in Die Tiefe und konnte somit seinen ersten Kinohit verbuchen. Erweckte Nolte in solcherlei nich eben tiefsinnigem Material zunächst noch den Eindruck, als ob er Leinwandwirkung allein mit seiner bärigen bis bedrohlichen Physis erziele, so bewies er in den nächsten Rollen Integrität, Idealismus, darstellerische Vielseitigkeit sowie die karrierespendende Gabe, seine Charaktere als brodelnde Naturgewalten anzulegen. So brillierte er als Drogen schmuggelnder Vietnam-Veteran in Dreckige Hunde, war ein gebrochener Football-Star in Die Bullen von Dallas, stand in Under Fire an der Front des Nicaragua-Krieges und bot, was noch schwieriger schien, in Nur 48 Stunden Superstar Eddie Murphy Paroli. Derart angespornt, bewies er unvermutet komödiantisches Talent in Zoff in Beverly Hills oder in Das Bankentrio, um im Anschluss jeweils Karriere-Highlights mit grimmigen, unzugänglichen, unvergeßlichen Figuren abzugeben - man denke an seinen Sheriff in Ausgelöscht, den Künstler-Derwisch in Scorseses Life Lessons und vor allem den korrupten Cop in Tödliche Fragen. Als nächstes stand Nolte in Herr der Gezeiten neben Barbra Streisand vor der Kamera und erhielt für sein psychologisch komplexes Spiel eine Oscar-Nominierung sowie den Golden Globe als Bester Darsteller. In den letzten Jahren sah man Nolte schließlich (mit italienischem Akzent) in George Millers bestem Film Lorenzos Öl, als Opfer von Robert de Niros rasender Rache in Kap der Angst, als US-Präsident in Jefferson in Paris oder in dem weithin unterschätzten Noir-Thriller Nach eigenen Regeln. In seiner anrührendsten und vielschichtigsten Rolle seit dem Oscar-nominierten Part in Herr der Gezeiten ist Nick Nolte in Liebesflüstern als Allround-Handwerker Lucky zu sehen, der ein gleichermaßen gutes Händchen für kaputte Spülen wie auch für die bedürftigen Herzen seiner Kundinnen hat. Dieser "Fix-It"-Mann trägt seinen Spitznamen zu Recht und mit Stolz. Doch so charmant, weise und augenzwinkernd Lucky zwar durchs Leben zu tänzeln und bei freundlichen Frauen für Wohlbefinden und Hormonwallungen zu sorgen scheint - hinter dem wissenden Lächeln lauert die Melancholie, und wenn er geduldig die aufbrausende Launen seiner Frau Phyllis ( Julie Christie) abzufangen versucht, bricht sich in traurigen Augen die Erkenntnis Bahn, dass Lucky alles andere als glücklich mit der Liebe, den Wahrheiten und den Kompromissen in seinem Leben ist. Nach Liebesflüstern war Nick Nolte in Ole Bornedals US-Nachtwache-Remake Freeze - Alptraum Nachtwache als sinistrer Killer-Inspektor zu sehen, während er im Sommer 1998 für Terence Malicks neuen Film Der schmale Grat neben Sean Penn vor der Kamera stand. Zuletzt sah man den Meister der Verwandlung, der jede Facette menschlicher Regung perfekt darzustellen weiß, in Ang Lees Sommerhit Hulk (2003). Davor spielte er, zum wiederholten Male für Regisseur Alan Rudolph, in Investigating Sex (2001), in dem auch Neve Campbell und Robin Tunney zu sehen waren. Unlängst kehrte Nolte zu seinen Schauspielwurzeln zurück und betrat mit Sean Penn die Bretter, die die Welt bedeuten, um in der Inszenierung von Sam Shepard Stück The Late Henry Moss aufzutreten. Mit seiner Produktionsfirma Kingsgate entwickelt er gegenwärtig die Verfilmung des James-Ellroy-Thrillers White Jazz und The last magic summer, eine Adaption des gleichnamigen Romans von Peter Gent. Außerdem arbeitet er an Best of Enemies, der auf einer wahren Geschichte aus den frühen 60er Jahren basiert und von der Beziehung eines Klansman und einer militanten schwarzen Frau erzählt. Oscars
Filmografie
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