|
|
|
BiographieDiamonds ist der erste Film, für den Kirk Douglas seit seinem schweren Schlaganfall im Januar 1996 wieder vor die Kamera trat. Sein Porträt des angeschlagenen, aber noch lange nicht ausgezählten Harry Agensky, der um seine Unabhängigkeit und die Familienversöhnung kämpft, basiert auf Douglas' ureigensten Erfahrungen.Kirk Douglas wurde unter dem Namen Issur Danielovitch Demsky als Sohn armer jüdischer Emigranten aus Russland in Amsterdam, einer Industriestadt bei New York geboren. Er gewann ein Ringkampfstipendium für die Saint Lawrence University und arbeitete seine Studiumschulden als Hausmeister ab. Erst ein zweites Stipendium für die American Academy Of Dramatic Arts führte ihn schließlich an den Broadway. Weil Issur Danielovitch Demsky "zwar ein guter Name für einen Balletttänzer, aber nicht für einen Schauspieler war", startete Kirk Douglas seine Karriere unter dem schottisch klingenden Künstlernamen, mit dem er zur Hollywoodlegende wurde. Sein Debüt am Broadway hatte Kirk Douglas in dem Stück Spring Again, danach unterbrach 1942 sein Kriegseinsatz bei der Navy die hoffnungsvoll begonnene Bühnenkarriere. Nach Kriegsende zog sein Broadway-Auftritt in The Wind Is Ninety die Aufmerksamkeit Hollywoods auf sich, und man besetzte ihn als Partner von Barbara Stanwyck im düsteren Film Noir Die seltsame Liebe der Martha Ivers. Nicht lange danach gründete er eine der ersten unabhängigen Produktionsfirmen Hollywoods, nach seiner Mutter Bryna Company benannt, die von seiner Frau Anne geleitet wurde. Die Bryna Company produzierte in den folgenden Jahren zahlreiche Filme, darunter Wege zum Ruhm, Die Wikinger, Einsam sind die Tapferen und Sieben Tage im Mai. Während dieser Zeit arbeitete sich Kirk Douglas mit Auftritten in etlichen Kinoklassikern den Ruf, einer der ausdruckstärksten Schauspieler Hollywoods zu sein. Kirk Douglas wurde dreimal für einen Oscar als Bester Hauptdarsteller nominiert: Für seine Rolle als ehrgeiziger Boxer Midge Kelly in Champion, für Vincente Minnellis Abrechnung mit der Traumfabrik Die Stadt der Illusionen und als Maler in Vincent van Gogh - Ein Leben in Leidenschaft, ebenfalls unter der Regie von Vincente Minnelli, mit dem er auch Zwei Wochen in einer anderen Stadt drehte, hält Douglas noch heute für den "meist unterschätzten Regisseur, mit dem ich je gearbeitet habe". Neben seiner Arbeit an Filmen, prägte Kirk Douglas auch auf andere Weise die Geschichte des amerikanischen Kinos. 1958 brach er den Bann der berüchtigten Schwarzen Liste der McCarthy-Ära und setzte als Produzent den Namen von Drehbuchautor Dalton Trumbo in den Abspann von Spartacus, für die damalige Zeit ein ohnehin kontrovers diskutierter Film. 1963 erwarb Kirk Douglas die Aufführungsrechte an Ken Keseys Buch Einer flog über das Kuckucksnest und spielte in der Broadwayfassung jene Rolle des aufmüpfigen McMurphy, die Jack Nicholson später berühmt machen sollte. Zehn Jahre lang versuchte Kirk Douglas vergeblich, aus dem Stück einen Film zu machen. Erst sein Sohn Michael Douglas produzierte 1975 das Psychiatriedrama, das mit fünf Oscars ausgezeichnet wurde. Daneben unterstützt Kirk Douglas seit langem karitative Einrichtungen, gründetet die gemeinnützige Douglas-Stiftung, die unter anderem für die Spielplätze in Los Angeles sorgte. 1981 würdigte Präsident Jimmy Carter den Einsatz des Schauspielers für Freiheit und Demokratie mit der Freiheitsmedaille, der höchsten zivilen Auszeichnung Amerikas. Mehr als zwanzig Länder in Asien, Afrika und Osteuropa und die Kriegszonen in Beirut und Afghanistan besuchte Douglas als Botschafter für Freiheit und Demokratie. Sein soziales Engagement schlägt sich oft in seinen Filmarbeiten nieder. So beschäftigte sich das Golden-Globe- und Emmy-nominierte TV-Drama Amos (1985) mit dem Missbrauch älterer Menschen und Großvaters Geständnis (1992) thematisierte Legasthenie. Zu Kirk Douglas's weiteren Fernseharbeiten gehören unter anderem Der Brady-Skandal (1988) und ein Gastauftritt in der Gruselserie Geschichten aus der Gruft, für den Douglas mit einer weiteren Emmy-Nominierung belohnt wurde. Als Autor hat Kirk Douglas 1988 seine Autobiografie The Ragmans Son verfasst, der 1997 mit dem Titel Climbing The Mountain: My Search For Meaning folgte. Auch die Romane The Broken Mirror, Young Heros Of The Bible (beides Kinderbücher) Dance With The Devil, und Der letzte Tango in Brooklyn stammen von Kirk Douglas. 1996 wurde der Schauspieler mit dem Ehren-Oscar für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Die Academy Pictures würdigte damit 50 Jahre als kreativ und moralische Instanz in der Gemeinde der Filmschaffenden und Laudator Steven Spielberg dankte Douglas explizit für sein Gewissen und seinen Mut. Wenn Douglas nicht spielt, widmet er sich dem Schreiben. Seine Autobiographie The Ragman's Son kam 1988 heraus, erhielt begeisterte Kritiken und wurde international zum Bestseller. Danach schrieb er drei Romane, Dance with the Devil (1990), The Gift (1992) und Last Tango in Brooklyn (1994) und das Kinderbuch The Broken Mirror (1997). 1997 kam die Fortsetzung seiner Autobiographie mit dem Titel Climbing the Mountain: My Search for Meaning heraus. Sein zweites Kinderbuch, Young Heroes of the Bible, erschien 1999. Der dritte Teil seiner Autobiographie, My Stroke of Luck, kam im Januar 2002 heraus. Am 9. Dezember 1999 feierte Douglas seine zweite Bar Mitzvah im Alter von 83 Jahren im Sinai Temple in Westwood, Kalifornien. Damit wird der zweite Lebenszyklus markiert, der laut dem Talmud mit Siebzig beginnt. Seitdem hat er Israel und Jordanien besucht, als Gast von König Abdullah und Königin Rania. Nach Douglas ist eine Highschool in West Granada Hills benannt, er nahm den Goldenen Bären der Berliner Filmfestspiele in Empfang, veröffentlichte eine weitere Autobiographie und empfing die Presidential Medal of the Arts in Washington.
Douglas ist seit 48 Jahren mit seiner Frau Anne verheiratet. Er hat vier Söhne aus zwei Ehen, Michael, Joel, Peter und Eric, und fünf Enkel, die ihn Poppy nennen. Er und Anne verbringen ihre Zeit in Beverly Hills und Montecito. Nach Es bleibt in der Familie begann Douglas mit den Dreharbeiten zu Michael A. Goorjians The Illusion.
Filmografie
|
|