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* 20. Mai 1908 in Indiana, Pennsylvania, USA, als James Maitland Stewart
• † 2. Juli 1997 in Beverly Hills, Kalifornien, USA
• Schauspieler, Regisseur
• Biographie
• Oscars
• Filmografie
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Biographie
James Stewart war eine der fesselndsten Persönlichkeiten des US-Films. Er ist eine Legende, die ideale Verkörperung des wackeren, anständigen und aufrechten Amerikaners, ein Bild von Ritterlichkeit, obgleich zu seinen besten Filmen jene zählen - wie der Kritiker David Thomson vermerkte -, in denen er gegen sein populäres Image anspielte.
James Stewart wurde in Indiana, Pennsylvania, geboren. Eigentlich wollte der Princeton-Absolvent Architekt werden. Er machte sogar seine Abschlußprüfung, hat den Beruf jedoch nie ausgeübt. Stattdessen schloß er sich einer kleinen Theatergruppe, den Falmouth Players, an und landete schließlich am Broadway. 1935 unterzeichnete das von Joshua Logan entdeckte Jung-Talent einen Vertrag bei der MGM. James Stewart debütierte daraufhin mit Der elektrische Stuhl.
Spätestens seit Frank Capras Mr. Smith geht nach Washington war er der Kinoliebling der Nation. Am Anfang seiner Karriere verkörperte Stewart meist den braven, liebenswürdigen Jungen von nebenan - den Traum einer jeden Schwiegermutter. Die erste Abweichung von seinem blütenweißen Liebhaber-Image wagte Stewart 1936 mit Dünner Mann, 2. Fall, in dem er einen Killer darstellte.
Im Zweiten Weltkrieg diente er bei der Luftwaffe. Danach verließ er MGM und arbeitete eine Weile ohne feste Studio-Bindung. Stewart: "Nach dem Krieg wußte ich nicht so genau, wie ich den Anschluß wiederfinden sollte. Capras 'Ist das Leben nicht schön' war mein erster Film nach fast fünf Jahren - ein finanzieller Mißerfolg, aber trotzdem bis heute mein, und - wie ich später erfuhr - auch Capras Lieblingsfilm. Als nächstes drehte ich Magic Town. Eine einzige Katastrophe."
Anschließend kreuzte ein unsichtbarer Hase seine Wege. Gemeint ist die unverwüstliche Bühnenkomödie Mein Freund Harvey. Die Filmversion brachte Stewart die dritte Oscar-Nominierung ein. Zur selben Zeit suchte die Universal einen Darsteller für die Rolle des Lin McAdam im Western Winchester 73. Beide Filme wurden so gut wie in einem Aufwasch abgedreht.
James Stewart etablierte sich als Western-Held. "Für mich ist Western reines Kino", so Stewart. "Es ist ein visuelles Sujet." Weitere Western mit ihm waren Der gebrochene Pfeil, Meuterei am Schlangenfluß, Nackte Gewalt, Über den Todespaß, Das war der Wilde Westen, Der Mann aus Laramie, Der Mann, der Liberty Valance erschoß, Cheyenne, Rancho River, Die 5 Vogelfreien und Bandolero.
Durch den Western erhielt Stewarts Filmpersönlichkeit einen neuen Anstrich, er wurde zum nicht selten gepeinigten, gedemütigten Einzelgänger, zum harten Pistolero und knochentrockenen Outlaw. Unter der Regie Alfred Hitchcocks erfuhr sein Charakter eine zusätzliche psychologische Vertiefung. Mit ihm drehte Stewart Cocktail für eine Leiche, Das Fenster zum Hof, Der Mann, der zuviel wußte
und Vertigo (Szenenfoto rechts).
Stewart über Hitchcock: "Er war ein ausgesprochen sorgfältiger, perfektionistischer Regisseur. Beim Drehen wußte er genau, was er wollte. Ich sah ihn kein einziges Mal durch die Kamera schauen, er hatte alles so unter Kontrolle. Er legte gesteigerten Wert auf den optischen Aufbau einer Sequenz, was ihn sehr mit John Ford verbindet."
Dreimal porträtierte Stewart große historische Amerikaner. In The Stratton Story aus dem Jahr 1949 war es der berühmte Baseballspieler Monty Stratton. Außerdem spielte er den legendären Bandleader Glenn Miller und den Flugpionier Charles A. Lindbergh.
In den letzten aktiven Jahren seiner Karriere war der Oscar-Preisträger (für Philadelphia Story - Die Nacht vor der Hochzeit) vor allem in Western- und Abenteuerfilmen zu sehen. 1981 wirkte er in Susumu Hanis in Kenia entstandenen Film Afrika Monogatari mit.
Auf die Frage, wer denn im Laufe seiner an die 80 Filme die Partnerin gewesen sei, mit der er am liebsten gearbeitet habe, gab Stewart lächelnd zur Antwort: "Das ist eine gefährliche Frage. Ich denke, das war Marlene Dietrich."
Sein fehlender Sex-Appeal, gepaart mit seiner sprichwörtlichen Zurückhaltung, bewahrten den Weltstar davor, einem der zahllosen Hollywood-Starlets in die Hände zu fallen; erst im Alter von 41 Jahren heiratete er die charmante Gloria Hatrich McLean, die 1951 die Zwillinge Kelly und Judy zur Welt brachte. In seiner Heimatstadt wurde zu seinem 75. Geburtstag ein eigenes Denkmal aufgestellt, obwohl der Star bis zuletzt mit seiner Frau zurückgezogen in seinem Haus bei Los Angeles wohnte.
Oscars
- Oscar für 1940 als Bester Hauptdarsteller in Philadelphia Story - Die Nacht vor der Hochzeit
- 1984 Ehren-Oscar für sein Lebenswerk
- Oscar-Nominierung für 1939 als Bester Hauptdarsteller in "Mr. Smith geht nach Washington"
- Oscar-Nominierung für 1946 als Bester Hauptdarsteller in "Ist das Leben nicht schön?"
- Oscar-Nominierung für 1950 als Bester Hauptdarsteller in "Mein Freund Harvey"
- Oscar-Nominierung für 1959 als Bester Hauptdarsteller in "Anatomie eines Mordes"
Filmografie
- 1935: Der elektrische Stuhl (The Murder Man) Regie: Tim Whelan - Rolle: Shorty
- 1936: Rose-Marie (Rose-Marie) Regie: W. S. van Dyke - Rolle: Rose-Maries Bruder
- 1936: Next Time We Love) Regie: Edward H. Griffith - Rolle: Journalist
- 1936: Seine Sekretärin (Wife vs. Secretary) Regie: Clarence Brown - Rolle: Dave
- 1936: Kleinstadtmädel (Small Town Girl) Regie: William A. Wellman - Rolle: Elmer
- 1936: (Speed) Regie: Edwin L. Marin - Rolle: Testfahrer
- 1936: (The Gorgeous Hussy) Regie: Clarence Brown - Rolle: "Rowdy" Dow
- 1936: Zum Tanzen geboren (Born To Dance) Regie: Roy Del Ruth - Rolle: Ted Barker
- 1936: Und so was nennt sich Detektiv / Dünner Mann 2. Fall (After The Thin Man) Regie: W. S. van Dyke - Rolle: David
- 1937: Im 7. Himmel (Seventh Heaven) Regie: Henry King - Rolle: Kaminfeger
- 1937: Der letzte Gangster (The Last Gangster) Regie: Edward Ludwig - Rolle: Paul North
- 1937: Seekadetten (Navy Blue And Gold) Regie: Sam Wood - Rolle: Kadett
- 1938: (Of Human Hearts) Regie: Clarence Brown - Rolle: Farmerssohn
- 1938: (Vivacious Lady) Regie: George Stevens - Rolle: Botaniklehrer
- 1938: Engel aus zweiter Hand (The Shopworn Angel) Regie: Henry C. Potter - Rolle: Bill Pettigrew
- 1938: Lebenskünstler (You Can't Take It With You) Regie: Frank Capra - Rolle: Millionärssohn
- 1939: Ein ideales Paar (Made For Each Other) Regie: John Cromwell - Rolle: Johnny Mason
- 1939: Tanz auf dem Eis (The Ice Follies Of
- 1939) Regie: Reinhold Schünzel - Rolle: Larry Hall
- 1939: Drunter und drüber (It's A Wonderful World) Regie: W. S. van Dyke - Rolle: Guy Johnson
- 1939: Mr. Smith geht nach Washington (Mr. Smith Goes To Washington) Regie: Frank Capra - Rolle: Jefferson Smith
- 1939: Der große Bluff (Destry Rides Again) Regie: George Marshall - Rolle: Tom Destry
- 1940: Rendezvous nach Ladenschluß (The Shop Around The Corner) Regie: Ernst Lubitsch - Rolle: Alfred Kralik
- 1940: Tödlicher Sturm (The Mortal Storm) Regie: Frank Borzage - Rolle: Martin Brietner
- 1940: Keine Zeit für Komödien (No Time For Comedy) Regie: William Keighley - Rolle: Gaylord Esterbrook
- 1940: Philadelphia Story - Die Nacht vor der Hochzeit
- 1941: Komm, bleib bei mir (Come Live With Me) Regie: Clarence Brown - Rolle: Bill Smith
- 1941: (Pot O'Gold) Regie: George Marshall - Rolle: Hauptrolle
- 1941: Mädchen im Rampenlicht (Ziegfield Girl) Regie: Robert Z. Leonard - Rolle: Gilbert Young
- 1947: Ist das Leben nicht schön? (It's A Wonderful Life) Regie: Frank Capra - Rolle: George Bailey
- 1947: Fremde Stadt (Magic Town) Regie: William A. Wellman - Rolle: Lawrence "Rip" Smith
- 1948: Kennwort 777 (Call Northside 777) Regie: Henry Hathaway - Rolle: McNeal
- 1948: (On Our Merry Way / A Miracle Can Happen) Regie: King Vidor, Leslie Fenton - Rolle: Musiker
- 1948: Cocktail für eine Leiche (The Rope) Regie: Alfred Hitchcock - Rolle: Rupert Cadell
- 1948: Startbahn ins Glück (You Gotta Stay Happy) Regie: Henry C. Potter - Rolle: Marvin Payne
- 1949: (The Stratton Story) Regie: Sam Wood - Rolle: Monty Stratton
- 1949: Malaya (Malaya) Regie: Richard Thorpe - Rolle: John Royer
- 1950: Winchester '73 (Winchester '73) Regie: Anthony Mann - Rolle: Lin McAdam
- 1950: Der gebrochene Pfeil (Broken Arrow) Regie: Delmer Daves - Rolle: Tom Jeffords
- 1950: Mein Freund Harvey (Harvey) Regie: Henry Koster - Rolle: Elwood P. Dowd
- 1950: Der geheimnisvolle Ehemann / ... rette mich wer kann / Abenteuer eines Pechvogels (The Jackpot) Regie: Walter Lang - Rolle: Bill Lawrence
- 1951: Die Reise ins Ungewisse (No Highway In The Sky) Regie: Henry Koster - Rolle: Theodore Honey
- 1952: Meuterei am Schlangenfluß (Bend Of The River) Regie: Anthony Mann - Rolle: Glyn McLyntock
- 1952: Die größte Schau der Welt
- 1952: Stärker als Ketten (Carbine Williams) Regie: Richard Thorpe - Rolle: Marsh Williams
- 1953: Nackte Gewalt (The Naked Spur) Regie: Anthony Mann - Rolle: Howard Kemp
- 1953: Die Todesbucht von Louisiana (Thunder Bay) Regie: Anthony Mann - Rolle: Steve Martin
- 1953: Die Glenn Miller Story (The Glenn Miller Story) Regie: Anthony Mann - Rolle: Glenn Miller
- 1954: Über den Todespaß (The Far Country) Regie: Anthony Mann - Rolle: Jeff Webster
- 1954: Das Fenster zum Hof
- 1955: Der Mann aus Laramie (The Man From Laramie) Regie: Anthony Mann - Rolle: Will Lockhart
- 1955: In geheimer Kommandosache (Strategic Air Command) Regie: Anthony Mann - Rolle: Baseballspieler
- 1956: Der Mann, der zuviel wußte
- 1957: Lindbergh: Mein Flug über den Ozean (The Spirit Of St. Louis) Regie: Billy Wilder - Rolle: Charles A. Lindbergh
- 1957: Die Uhr ist abgelaufen (Night Passage) Regie: James Neilson - Rolle: Grant McLaine
- 1958: Meine Braut ist übersinnlich (Bell, Book And Candle) Regie: Richard Quine - Rolle: Sheperd Henderson
- 1958: Vertigo
- 1959: Geheimagent des FBI (The FBI Story) Regie: Mervyn LeRoy - Rolle: Chip Hardesty
- 1959: Anatomie eines Mordes (Anatomy Of A Murder) Regie: Otto Preminger - Rolle: Rechtsanwalt Paul Biegler
- 1960: Der Kommandant (The Mountain Road) Regie: Daniel Mann - Rolle: Major Baldwin
- 1961: Zwei ritten zusammen (Two Rode Together) Regie: John Ford - Rolle: Guthrie McCabe
- 1962: Der Mann, der Liberty Valance erschoß (The Man Who Shot Liberty Valance) Regie: John Ford - Rolle: Ransom Stoddard
- 1962: Mr. Hobbs macht Ferien (Mr. Hobbs Takes A Vacation) Regie: Henry Koster - Rolle: Mr. Hobbs
- 1963: Das war der Wilde Westen (How The West Was Won) Regie: Henry Hathaway, John Ford, George Marshall, Richard Thorpe - Rolle: Linus Rawlings
- 1963: In Liebe eine 1 (Take Her, She's Mine) Regie: Henry Koster - Rolle: Frank Michaelson
- 1964: Cheyenne (Cheyenne Autumn) Regie: John Ford - Rolle: Wyatt Earp
- 1965: Geliebte Brigitte
- 1965: Der Mann vom großen Fluß (Shenandonah) Regie: Andrew V. McLaglen - Rolle: Charlie Anderson
- 1965: Der Flug des Phoenix
- 1966: Rancho River (The Rare Breed) Regie: Andrew V. McLaglen - Rolle: Sam Burnett
- 1968: Die fünf Vogelfreien (Firecreek) Regie: Vincent McEveety - Rolle: Johnny Cobb
- 1968: Bandolero (Bandolero!) Regie: Andrew V. McLaglen - Rolle: Mace Bishop
- 1970: Geschossen wird ab Mitternacht (The Cheyenne Social Club) Regie: Gene Kelly - Rolle: John O'Hanlan
- 1971: Die Gnadenlosen (Fool's Parade) Regie: Andrew V. McLaglen - Rolle: Mattie Appleyard
- 1976: The Shootist/ Der letzte Scharfschütze (The Shootist) Regie: Don Siegel - Rolle: Dr. Hostetler
- 1977: Verschollen im Bermuda-Dreieck (Airport 77) Regie: Jerry Jameson - Rolle: Hauptrolle
- 1978: Unsere Lassie (The Magic Of Lassie) Regie: Don Chaffey - Rolle: Hauptrolle
- 1978: Tote schlafen besser (The Big Sleep) Regie: Michael Winner - Rolle: General Sternwood
- 1981: Der Fremde im Regenwald (Afurika Monogatari) Regie: Susumu Hani - Rolle: Alter Mann
- 1983: Am Ende des Weges (Right Of Way) Regie: George Schaefer - Rolle: Teddy Dwyer
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