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Biographie"Er ist ein Genie und einer der letzten Abenteurer im deutschen Musikgeschäft", schrieb die tz München kürzlich über Hans-Jürgen Buchner, der 2002 sein 20. Jubiläum als Musiker feierte und dazu pünktlich sein neues Album unter dem Titel "Karussell" herausgebracht hat.Hans-Jürgen Buchner ist jenes Genie, das darauf besteht, dass nach seinem Namen ein Komma steht: Hans-Jürgen Buchner, Haindling. Denn Haindling ist nicht nur ein Ort in Niederbayern, sondern Haindling wurde zum Synonym für Musik der besonderen Art. Hans-Jürgen Buchner schrieb nicht nur Kult-Lieder, sondern er schrieb auch die Musik für die meisten Filme und Fernsehserien von Autor und Regisseur Franz Xaver Bogner – zum Beispiel die unverwechselbaren Titelmelodien für "Irgendwie und Sowieso" und "Café Meineid" oder die Hits "Paula" (aus der Serie "Zur Freiheit"), "Eins, zwei, drei" (aus "Madame Bäurin") oder das "Ewige Lied". Dabei begann alles sehr leise, als Hans-Jürgen Buchner (geboren in Berlin, aufgewachsen in Straubing, Niederbayern) sich in dem 80-Seelen-Dorf Haindling niederließ und mit seiner Freundin und späteren Frau Uli Böglmüller den verfallenen 300 Jahre alten Gasthof in Haindling zwischen Wallfahrts- und Kreuzkirche, umbaute. Zunächst töpferte Buchner, der 1978 auf der Handwerksmesse in München mit dem Staatspreis ausgezeichnete Töpfermeister zusammen mit seiner Frau Schalen, Krüge, Vasen und Ofenkacheln. Nur für den "eigenen Hausgebrauch" machte Hans-Jürgen Buchner laute Musik, mit Uli und vielen Freunden, darunter mit Musikern, Schauspielern und lange Zeit mit dem Kabarettisten, Schauspieler, Maler und Gitarristen Heinz-Josef "Charlie" Braun. Und spätestens seit dem Lied "Lang scho nimmer g'sehn" oder "Du Depp" oder "Mo mah du" fanden die verdutzten Haindlinger ihren Ortsnamen in den deutschen Charts. Einst wie heute ist rund ums Buchnersche Wohndomizil ein komplettes Tonstudio installiert. Mit Konzertflügel, Schlagzeug, zwei Synthesizern, Tuba, Posaune, Saxophon, Pauken, Trompeten und anderen Utensilien, die Hans-Jürgen Buchner in Afrika oder Asien gesammelt hat. "Und da komponiere und probiere ich rum, ohne dass mir jemand dreinredet", sagt er kategorisch. Dass seine erste Langspielplatte, die er schlicht nach seinem Wohnort "Haindling" taufte, 1982 die Hitparaden stürmte und den Deutschen Schallplattenpreis, Sparte "Rock national", bekam, ist Geschichte. Genauso wie die Tatsache, dass auf "Haindling 1" die LP "Stilles Potpourri" folgte und ebenfalls so populär wurde wie die Haindling-CD's "Spinn i", "Meuterei" und "Höhlenmalerei". Für seine "ebenso bissige wie musikalisch virtuose Kritik am Mir-san-mir-Bayerntum" wurde Hans-Jürgen Buchner in Jahr 2000 vom Bayerischen Staatsminister für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Hans Zehetmair, mit der Auszeichnung "Pro Meritis Scientiae et Literarum" geehrt. Filmografie
Diskografie
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