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| Günter Pfitzmann |
| * 8. April 1924 in Berlin, Deutschland • Schauspieler • Biographie • Filmografie • |
Günter Pfitzmann tritt in den folgenden Jahren an allen großen Berliner Bühnen auf, lässt sich jedoch nie auf ein Rollenbild festlegen. Er verkörpert Schillers Karl Moor und Shakespeares Petrucchio ebenso wie den Professor Higgins in Pygmalion und My Fair Lady. Nicht zuletzt für seine Vielseitigkeit erhält er 1956 den Berliner Kunstpreis der jungen Generation.
Neben seiner Kabarett- und Bühnentätigkeit führt Günter Pfitzmann ab 1959 auch Regie und findet Zeit für intensive Hörfunk-, Film- und Fernseharbeit.
Seine größte Popularität erreicht er seit 1960 durch seine Fernsehpräsenz. Er ist in Fritz Umgelters Am grünen Strand der Spree zu sehen und spielt die Titelrolle in der ersten Krimiserie des deutschen Fernsehens: Gestatten, mein Name ist Cox.
Zwei Langlauf-Serien, die er unmittelbar hintereinander dreht, machen ihn seit 1976 zu dem TV-Star schlechthin: Drei Damen vom Grill und Praxis Bülowbogen.
Neben zahlreichen anderen Auszeichnungen (allein dreimal der Goldene Vorhang) werden ihm in den 80er Jahren StarLight und Goldene Kamera sowie der TeleStar verliehen.
Mit dem Fernsehkrimi Röpers letzter Tag und den bislang elf 90-Minuten-Filmen Der Havelkaiser feiert Günter Pfitzmann auch in den 90er Jahren einen außergewöhnlichen Erfolg.
Seine Leidenschaft zu Lied und Chanson lässt er auf einer CD, die er mit dem Kollegen Herbert Köfer aufnimmt, wieder aufleben. Das Jahr 1997 beendet Günter Pfitzmann mit dem Film Letzte Chance für Harry als Partner von Harald Juhnke, und er verkörpert wieder den Havelkaiser, übernimmt außerdem die Hauptrolle in einer Folge der Heimatgeschichten: Plötzlich und unerwartet.
1999 ist ein wichtiges Jahr für Günter Pfitzmann: Er feiert seinen 75. Geburtstag. Und Publikumsliebling Pfitzmann beweist, dass er noch lange nicht zum "alten Eisen" gehört. Sogar seinen Geburtstag feiert er während der Dreharbeiten - zu zwei neuen Folgen der Klinik unter Palmen an der Seite von Klausjürgen Wussow in Mexiko.
Er gehört zu Berlin wie der Wannsee und die Havel. "Ich bin seit Jahrzehnten sozusagen ein Aushängeschild Berlins", sagt er sogar schmunzelnd über sich selbst. Das erkannte eine Jury jetzt endlich offiziell an und zeichnete Günter Pfitzmann mit einem besonderen Preis aus: Im Februar 2000 erhielt er von der "Hörzu" den Ehrenpreis die Goldene Kamera für sein jahrzehntelanges Engagement für Berlin.
Günter Pfitzmanns große Popularität rührt vor allem daher, dass er es wie kaum ein anderer Schauspieler versteht, Berliner Typen mit Herz und Schnauze zu verkörpern. Das spüren die vielen Millionen Zuschauer, die ihn zu ihrem unbestrittenen Publikumsliebling erkoren haben, jedesmal wieder aufs Neue. Trotz oder gerade wegen seiner Beliebtheit und seines beständigen Erfolges hat sich Günter Pfitzmann ein maßvolles Lebensmotto ausgewählt: "Immer schön auf dem Teppich bleiben."
Ein Standpunkt, den er auch an seinem Ehrentag beherzigte, denn zu seinem 75. Geburtstag bat er statt um Geschenke lieber um Spenden für herzkranke Kinder, für die er sich schon seit Jahren mit großem Engagement einsetzt.
Auf der MS Deutschland und auf Bali dreht er das Silvester-2000-Traumschiff. Nach zwei weiteren Folgen für den Havelkaiser spielt er wieder die Hauptrolle in einer neuen Folge der Sendereihe Heimatgeschichten. Anschließend geht er auf die MS Europa mit seinen literarischen Rezitationen aus der Weltliteratur.
Im Jahr 2000 steht er als Hobbydetektiv neben Brigitte Mira und Harald Juhnke für die Komödie Ein lasterhaftes Pärchen für die ARD vor der Kamera. Am 8. Februar 2000erhielt er den Ehrenpreis der "Hörzu", die Goldene Kamera, für sein jahrzehntelanges Engagement für Berlin.
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