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* 27. August 1885 in Raudnitz, Böhmen, (heute: Roudnize nad Labem) als Georg Wilhelm Pabst
• † 29. Mai 1967 in Wien, Österreich
• Produzent, Regisseur, Drehbuchautor
• Biographie
• Filmografie
• Tonfilme
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Biographie
G. W. Pabst gelingt 1925 mit Die freudlose Gasse der Durchbruch als Filmregisseur. Mit Louise Brooks dreht er 1928/29 Die Büchse der Pandora und Tagebuch einer Verlorenen.
Frei nach der Vorlage von Brecht und Weill entstehen 1930/31 in einer deutschen und französischen Sprachfassung Die 3-Groschen-Oper L'Opéra de quat'sous und dann Kameradschaft, in dem er für die Aussöhnung mit Frankreich plädiert.
1933 wählt Pabst das französische Exil. Bis 1939 entstehen einige französische Filme, darunter Du haute en bas und Mademoiselle Docteur dazwischen, 1934, realisierte er einen Film in den USA. 1939 bereitete Pabst von Österreich aus seine Flucht in die USA vor.
Vom Kriegsausbruch überrascht und von einer Krankheit gehindert, verfolgt er diesen Plan nicht weiter, sondern bleibt in Nazi-Deutschland, was ihm den Ruf eines Opportunisten einbringt. Nach Kriegsende setzt er sich in Filmen mit dem Antisemitismus und dem Widerstand gegen Hitler auseinander, dreht aber auch Melodramen.
Der Regisseur G. W. Pabst gilt als Regisseur der Neuen Sachlichkeit und als Exponent eines sozial engagierten Kinos. Man spricht vom "roten Pabst". Er gilt auch als Regisseur von Frauen: Louise Brooks, Greta Garbo, Asta Nielsen und Brigitte Helm waren seine Stars in den Filmen der zwanziger Jahre.
Obwohl Pabst neben Fritz Lang und F. W. Murnau zu den "großen Drei" des klassischen Kinos der Weimarer Republik gehört, ist er - nach wie vor - auch der große Unbekannte, was nicht zuletzt an der zum Teil nur fragmentarischen Überlieferung seiner Filme liegt.
Pabst ist ebenso der Regisseur einer kalten Moderne wie der Inszenator des illustrativ Trivialen. Er ist ein Zerrissener, ein konservativer Avantgardist. Zu Unrecht hat man das Spätwerk gegen die Filme der Weimarer Zeit abqualifiziert und dabei auch gleich die Filme des Exils lange der Mißachtung anheimgegeben. Nur den zwei Filmen, die er im nationalsozialistischen Deutschland gedreht hat, ist wieder analytische Aufmerksamkeit widerfahren. Sie waren politisch zu werten.
Filmografie
- 1921: Im Banne der Kralle (Darsteller)
- 1921/22: Der Taugenichts (Regie-Assistenz, Co-Autor)
- 1922: Luise Millerin (Regie-Assistenz, Co-Autor)
- 1922/23: Der Schatz - Ein altes Spiel um Gold und Liebe (Regie, Co-Autor)
- 1924: Gräfin Donelli
- 1925: Die freudlose Gasse (Regie, Schnitt, Produzent)
- 1925/26: Geheimnisse einer Seele
- 1926: Man spielt nicht mit der Liebe (Regie, Schnitt)
- 1927: Die Liebe der Jeanne Ney (Regie, Schnitt)
- 1928: Abwege (Regie, Schnitt)
- 1929: Die Büchse der Pandora
- 1929: Tagebuch einer Verlorenen (Regie, Produzent)
- 1929: Die weiße Hölle vom Piz Palü
- 1929/30: Miss Europa (Prix de beauté) - Co-Autor
- 1930: Moral um Mitternacht (Künstlerische Oberleitung)
Tonfilme
- 1930: Westfront 1918 / Vier von der Infanterie
- 1930: Skandal um Eva
- 1931: Die 3-Groschen-Oper
- 1931: L'opera de quat'sous (französische Version von "Die 3-Groschen-Oper")
- 1931: Kameradschaft
- 1932: Die Herrin von Atlantis
- 1932: L'Atlantide (französische Version von "Die Herrin von Atlantis")
- 1932: The Mistress Of Atlantis (englische Version von "Die Herrin von Atlantis")
- 1933: Don Quichotte
- 1933: Don Quixote (französische Version von "Don Quichotte")
- 1933: Du haute en bas
- 1933: Cette nuit-là (Künstlerische Oberleitung)
- 1933/34: A Modern Hero
- 1936: Mademoiselle Docteur
- 1938: Le drame de Shanghai
- 1938/39: L'Esclave blanche (Künstlerische Oberleitung)
- 1939: Jeunes filles en détresse
- 1940/41: Komödianten (Regie, Co-Autor)
- 1942/43: Paracelsus
- 1944/45: Der Fall Molander
- 1948: Der Prozeß
- 1948/49: Ruf aus dem Äther / Piraten der Berge (Künstlerische Oberleitung, Produzent)
- 1949: Geheimnisvolle Tiefe (Regie, Produzent)
- 1949: 1-2-3-Aus! / Meisterringer (Produzent)
- 1949: Duell mit dem Tod / Der Eid des Professor Romberg / Am Rande des Lebens (Künstlerische Oberleitung, Produzent)
- 1952/53: Männer ohne Tränen / Aus der Bahn geworfen (La voce del silencio) - Regie, Co-Autor
- 1953: Cose da pazzi (Regie, Produzent)
- 1954: Das Bekenntnis der Ina Kahr
- 1954/55: Der letzte Akt
- 1955: Es geschah am 20. Juli
- 1955/56: Rosen für Bettina
- 1956: Durch die Wälder, durch die Auen
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