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BiographieNach einer gut 30jährigen Karriere, die von zwei Oscars (als Bester Hauptdarsteller für Kramer gegen Kramer und für Rain Man) und vier Nominierungen (für Die Reifeprüfung Alphalt Cowboy Lenny und Tootsie) gekrönt war, gehört Dustin heute zu den Superstars unter Amerikas Charakterdarstellern.
1958 ging er nach New York und wurde ins Actors Studio in New York aufgenommen, das damals Lee Strasberg leitete. Mehrere magere Jahre lang wartete er auf seine Chance. Seine erste Bühnenrolle spielte er am Sarah Lawrence College in Gertrude Steins Yes Is For a Very Young Man. 1961 debütierte er am Broadway mit einer kleinen Rolle in A Cook for Mr. General. Eine Theatersaison lang spielte er für die Theatre Company in Boston, dann wurde er in New York Regieassistent bei Arthur Millers A View from the Bridge (Blick von der Brücke). Nach weiteren Bühnenrollen wie in Harry, Noon and Night wurde das Publikum endlich auf ihn aufmerksam: für The Journey of the Fifth Horse gewann er 1964 den prestige-trächtigen Off-Broadway-Preis Obie Award. Dann brachte ihm die Farce Eh? (Regie: Alan Arkin) begeisterte Kritiken und sowohl den Theatre World Award als auch den Drama Desk Award ein, außerdem wurde neben den New Yorker Kritikern auch der englische Regisseur Mike Nichols auf ihn aufmerksam. In Zwei Nummern zu groß gab Dustin Hoffman 1966 sein Leinwanddebüt. Nachdem der Film aus verleihtechnischen Gründen aber erst zwei Jahre später anlaufen sollte, wurde Die Reifeprüfung von Mike Nichols, der dafür den Regie-Oscar bekam, sein erstes großes Kinoerlebnis: Der 30jährige Hoffman spielt darin den fast zehn Jahre jüngeren College-Absolventen Benjamin Braddock; dieser Part brachte ihm auch die erste Oscar-Nominierung ein. Mit einer Oscar-Nominierung als Bester Hauptdarsteller hatte Hoffman quasi über Nacht den Status von "Hollywood's hot property" erlangt, den er seitdem nicht wieder abgab. Mit Rollen wie der des schäbigen Großstadt-Hustlers Ratso Rizzo in Asphalt-Cowboy, des verbitterten Stand-Up-Komikers Lenny Lenny oder des hartnäckigen Journalisten Carl Bernstein Die Unbestechlichen schuf er in den Folgenjahren einige der prägnantesten Figuren des Kinos. Seine buchstäbliche Wandlungsfähigkeit bescherte ihm als "Cross-Dresser" in Tootsie (1983) und als autistisches Zahlengenie in Rain Man noch einmal zwei Oscar-Nominierungen. Trotz seiner beispiellosen Filmkarriere hat Hoffman seine Liebe zum Theater nie aufgegeben. Schon nach der Reifeprüfung kehrte er an den Broadway zurück und trat in Murray Schisgals Jimmy Shine auf. 1974 debütierte er als Regisseur und inszenierte Schisgals All Over Town. 1984 spielte er in Arthur Millers Tod eines Handlungsreisenden den Willy Loman (eine Rolle, die er 1985 in der Verfilmung von Volker Schlöndorff wiederholte) und erhielt für diese Rolle den Drama Desk Award und (für die Filmfassung) den Emmy. 1989 brillierte Hoffman im Londoner West-End als Shylock in Der Kaufmann von Venedig, bevor er die Inszenierung anschließend auch an den Broadway brachte. Mit dieser Rolle wurde er für den Tony Award nominiert. Neben seinen beiden Oscars hat der Schauspieler heute u. a. drei Drama Desk Awards, vier Golden Globes und zwei Ehrungen der National Society of Film Critics auf dem Kaminsims stehen. Mit seiner eigenen Produktionsfirma Punch Productions will Hoffman sich, wie er 1996 in Cannes ankündigte, in Zusammenarbeit mit Village Pictures zunächst auf kleinere Independent-Filme konzentrieren. Eine der ersten Produktionen war Wag The Dog. Oscars
Filmografie
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